Beim Tauchen ändert sich der Wasserdruck mit der Tiefe – dieser Druck trifft direkt auf Trommelfell und Mittelohr. Ohne richtigen Druckausgleich können Schmerzen, Gewebeschäden (Barotrauma) oder sogar Trommelfellverletzungen entstehen – schon ab wenigen Metern Tiefe. Zusätzlich muss man darauf achten, dass nach dem Tauchen nicht zuviel Wasser im Gehörgang bleibt. Wir haben deshalb ein paar Tipps für euch, die euch bei euren Tauchabenteuern unterstützen sollen.
🔧 Druckausgleich – das A und O
Der wichtigste Schutz für deine Ohren beim Tauchen ist richtiger Druckausgleich. Ohne ihn kann es bereits bei 1–3 m zu Schmerzen kommen. Wir haben für euch die gängigsten Techniken zusammenfasst.
Effektive Techniken
💨 Valsalva-Manöver
Nase zuhalten, sanft durch die Nase ausatmen → Luft wird durch die Eustachische Röhre ins Mittelohr gedrückt.
👅 Frenzel-Manöver
Nase zu, Luft mit Zungentechnik durch die Eustachische Röhre drücken – sanfter als Valsalva.
🤐 Toynbee / Lowry
Kombination aus Nasenhalten, Schlucken oder gleichzeitiges Nasenhalten und Schlucken → kann bei empfindlichen Ohren helfen.
🔁 Tipp: Gleich früh und regelmäßig den Druckausgleich durchführen – nicht erst wenn es schmerzt.
🦻 Ohrstöpsel – ja oder nein?
❌ Normale Ohrstöpsel:
Sollen Wasser fernhalten, aber blockieren das Mittelohr, was den Druckausgleich verhindert. Das kann schnell zu Barotrauma führen – daher auf keinen Fall verwenden!
➡️ Speziell für Tauchen entwickelte Ohrstöpsel:
Es gibt sogenannte vented earplugs, also Ohrstöpsel mit sehr kleinen Öffnungen oder Ventilen. Diese lassen Wasser langsam eindringen und sollen einen gelegentlichen Druckausgleich ermöglichen – viel besser als herkömmliche Stöpsel, aber: ihre Wirksamkeit ist nicht vollständig wissenschaftlich belegt und Risiken bleiben.
Solltet ihr jedoch auf Ohrstöpsel verzichten wollen, könnt ihr auf den Ohrenschutz gegen Wasser von Ear Pro vertrauen. Durch den Spray, der sich wie ein Schutzfilm in euren Gehörgang legt, kann das Wasser nach dem Tauchen problemlos abfließen.
🩺 Gesundheit & Vorbereitung
✔ Nie tauchen, wenn du erkältet, verstopfte Nase oder Allergien hast. Das verhindert den Druckausgleich und steigert das Risiko erheblich.
✔ Sanfte Nasenspülung oder ärztlich empfohlene Abschwellmittel können vor dem Tauchen helfen, falls du leicht zu Schleim neigst – aber auf ärztliche Empfehlung achten.
✔ Nach dem Tauchen: Ohrenspülung mit sauberem Wasser und gründlich trocknen hilft, Infektionen vorzubeugen (z. B. Otitis externa/„Schwimmerohr“).
🧠 Praktische Tipps fürs Tauchen
🚩 Langsam und kontrolliert abtauchen: Dadurch gibst du deinen Ohren mehr Zeit, gleichmäßig auszugleichen.
🎯 Der Druckausgleich sollte gemacht werden, bevor es unangenehm wird: Bereits wenige Dezimeter unter der Oberfläche.
🎒 Kontrolliertes Ein- und Ausatmen: Stufenweise Veränderung des Atmens schützt dein Trommelfell.
🧑⚕️ Ab wann sollte man zum Arzt?
Ab dem Zeitpunkt, wo Schmerzen, Klingeln, Schwindel oder anhaltende Beschwerden nach dem Tauchen vorhanden sind, sollte ärztlich abgeklärt werden, was diese auslöst und wie man die Probleme verhindern kann.
